Der Gott des Gemetzels

(Le dieu du carnage)
von Yasmina Reza
Deutsch von Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel

In Yasmina Rezas schwarzer Komödie „Der Gott des Gemetzels“ treffen zwei Paare aufeinander, um „wie Erwachsene“ einen Streit zwischen ihren elfjährigen Söhnen zu klären, bei dem einer der beiden zwei Zähne verloren hat. Oder „entstellt wurde“, wie es seine Mutter formuliert.
Bei der Rekonstruktion des Tathergangs und der behutsamen Diskussion um das korrekte Wort, war der stockschlagende Junge „bewaffnet“ oder hielt er nur den Stock, geht es noch zivilisiert zu, aber es blitzen schon kurz die Messer auf.
Der Titel verweist auf Krieg: Schlachtfeld ist hier ein Wohnzimmer. Die Protagonisten sind nach ihrem Selbstverständnis zivilisierte Mitglieder der bürgerlichen Gesellschaft.
Das Kammerspiel fokussiert den Blick auf die von Konventionen geprägten Figuren, deren verlogene Fassade teilweise wegbröckelt, Ressentiments bahnen sich ihren Weg und werden offengelegt.
Die Allianzen wechseln, der eigentliche Gesprächsanlass gerät in den Hintergrund, immer neue Bündnisse entstehen, dann heißt es: jeder gegen jeden.
Aufgesetzte Höflichkeit und Humorfreiheit, gepaart mit moralischer Überlegenheit, treffen auf Gewissenlosigkeit, Zynismus und Lebenslangeweile.
Und irgendwann fliegen die Fetzen.
Rezas erfolgreiches Theaterstück wurde durch Roman Polanskis Verfilmung auch einem breiten Kinopublikum bekannt. Man bekommt überwiegend schlimme Verhaltensweisen zu sehen, aber das macht ziemlich viel Spaß!

Das Ensemble:

Veronique Larissa Schmitz
Michel Jens Wedde
Annette Sarah Künne
Alain Jost Schenck

Technik: Loreley Schenck, Christoph Müller

Regie: Heribert Lochthove

Schulstraße 10, Mülheim an der Ruhr


Beginn: Uhr
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